Nach monatelanger, konzeptueller Entwicklung waren die letzten Wochen durch Implementationen und Tests direkt auf dem Fahrzeug gekennzeichnet. «flüela» hat die Umbauten zum autonomen Boliden abgeschlossen und bereits zuverlässig diverse Testkilometer hinter sich gebracht.
Der Weg zur zuverlässigen und schnellen autonomen Fahrt ist jedoch voller Herausforderungen.

Drehende Räder

April 29. 14:30 Uhr - Gespannt sammelt sich das Team um «flüela». Nach Monaten der Vorbereitung steht die erste autonome Fahrt bevor. Langsam beschleunigt der Bolide und beginnt dem angestrebten Pfad zu folgen. Zuverlässig wird die Lenksäule aktuiert, so dass «flüela» scheinbar wie von Geisterhand einzulenken beginnt. Die entwickelte Grundlage funktioniert, der erste grosse Meilenstein des Projekts ist erreicht! Dass die einwandfreie Funktionalität keine Garantie ist, zeigt sich am Rollout. Nach einem letzten einwandfreien Test auf dem Gelände der EKZ in Dietikon, schleicht sich das Pech ein. Kurz vor der ersten geplanten öffentlichen Fahrt verhindert ein Kabelbruch in der Akkubox die angestrebten Pläne. Beim anschliessenden Apéro in exklusivem Ambiente lockerte sich die leicht zermürbte Stimmung des Teams wieder.

Ein Blick hinter die Algorithmen

Hinter diesen Errungenschaften stehen tausende Zeilen von Code und noch mehr Stunden Entwicklungsarbeit. Kern der Umgebungserkennung bilden das inertiale Stereo-Kamerasystem und der LiDAR. Ersteres ist eine höchst präzise synchronisierte Einheit bestehend aus zwei Kameras und einem Beschleunigungssensor. Sie ermöglicht eine zuverlässige dreidimensionale Darstellung der Umgebung. Darin werden Objekte wie Strassenkegel erkannt und in entsprechender Relativposition zum Fahrzeug als Information verwertet.

Erfahren Sie mehr über die aktuellen Schritte des Projekts und darüber, wie «flüela» mit dem Stereo-Kamerasystem und dem LiDAR die Umgebung interpretiert: Download (PDF)